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HOLMES sagt: Schuld und Sühne (III)

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Um die Jahreswende möchte ich  gern  diesen Text  in meiner Chronik veröffentlichen. Er erschien in der Winterausgabe des Baker Street Chronicle und befasst sich in der Gewandung von Sherlock Holmes mit dem uralten Thema von Schuld und Sühne. Welche Schuld verlangt welche Sühne? Ist jedes Verbrechen durch staatliche Stellen zu sühnen oder ist der Täter zuweilen schon durch sein Gewissen genug bestraft?  Den bebilderten Text, nebst der Texte anderer Sherlockianer kann man  hier  bestellen. Ein gesegnetes und gesundes neues Jahr! Holmes sagt: Schuld und Sühne   Es war in den späten Sommertagen des Jahres 1919. Ich hatte mich nach langem Abwägen gerade erst dem Dasein eines illustren Pensionärs hingegeben und behandelte nur noch ab und an ehemalige Patienten, so es besondere Umstände erforderten. Meine zweite Frau und ich bewohnten ein schönes kleines Haus in Chelsea. Obwohl ich schon mit großen Schritten auf mein achtes Lebensjahrzehnt zusteuerte, erfreute ich mich einer robusten Gesundh

Postulat über die Lehrsätze der Naturwissenschaften - Addendum zu den "kosmologischen Axiomen"

Mein Text über die  kosmologischen Axiome führte mich zum Postulat über die Definition von Axiomen selbst. Im Text der Erstveröffentlichung bildet dieses Postulat den Anhang.  Die Kosmologie als Wissenschaft die sämtlichen anderen Naturwissenschaften Herberge gibt, führt als Bindeglied derselben unweigerlich zu den großen Fragen der Existenz. Eine minimal fehlerhafte Grundannahme hat hier große Folgen. Wenn man immer mal wieder ließt, "Einstein hatte Unrecht" oder "Standartmodell falsch", fördert dies nicht unbedingt das Vertrauen in die Physik, die ansonsten hohen Wert auf Falsifizierbarkeit und Validierbarkeit legt. Aus meiner Sicht liegt das häufig an einem fehlenden Verständnis von der Relativität vieler Grundannahmen der heutigen Physik.  Somit führte mich die neuerliche Befassung mit Kosmologie und Naturphilosophie zu einer instrumentellen Verfeinerung des Axiombegriffs. Was ist wahr? Was ist manchmal und nur an bestimmten Orten wahr? Was ist nur begrenzte Ze

Kosmologische Axiome im Wandel der Zeit

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Vor mehr als 2000 Jahren herrschte innerhalb gebildeter Schichten die Meinung vor, die Erde stünde im Zentrum des Universums. Oftmals wurden natürliche Phänomene mit direkten Eingriffen der Götter assoziiert. Heute ist die Wissenschaft empirischer geworden und viele Geheimnisse des Kosmos wurden bekannt. Allerdings arbeitet die moderne Physik - im Gegensatz zu anderen Wissenschaften (Medizin, Chemie etc.) oftmals noch immer mit Hypothesen, welche sich der Nachweisbarkeit entziehen. Gedankenexperimente könnte man dies nennen, in Wirklichkeit handelt es sich aber um die genialsten Spekulationen unserer Zeit, von denen sich so manche später als real herausgestellt haben. Ein recht fordernder Text, ganz gewiss. Allerdings zeigt diese Schrift in ihrer Summe auch einen Überblick über den aktuellen Stand der kosmologischen und physikalischen Forschung. Zudem wird gezeigt was über die Jahrhunderte hinweg als gültige Lehrmeinung gegolten hat und wie wir zu unseren heutigen Bild vom Universum ge