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Blick auf die Dogmatik der Zeugen Jehovas

Im Ewald & Ewald, dem Jahrbuch von Orietur Occidens, erschien gerade meine Abhandlung über Wesen und Christusbild einer religiösen Sondergemeinschaft, die jedem etwas sagen dürfte. Die Zeugen Jehovas bezeichnen sich selbst als einzig wahre Christen. Dennoch: befasst man sich mit deren Lehren genauer, entstehen schnell Zweifel ob ihres Christusbildes und dessen Vereinbarkeit mit dem Christentum. Im folgenden Text möchte ich auf diese Frage eingehen und ein Schlaglicht auf die Sondergemeinschaft und ihre Historie werfen. Ich verweise auch gern auf den Internetauftritt von Orietur Occidens:  Occidens   Blick auf die Dogmatik der Zeugen J“S Eine christliche Religionsgemeinschaft? Gewiss ist es nicht von vornherein gegeben, dass einem Autor der objektiv ungetrübte Blick auf den Gegenstand seiner Betrachtungen freisteht, wenn er mit ebendieser Sache bereits Berührungspunkte hat. In meinen Jugendtagen traf dies im vorliegenden Sachverhalt freilich auf mich zu. Obgleich dies unbestreitbar

Sherlock Data Holmes - Schlaglicht auf die Parallelen zwischen Sherlock Holmes und Star Trek

Weihnacht, Jahreswechsel und damit verbunden, dass Ende eines eher bescheiden zu nennenden Jahres. Es gibt doch einiges zu feiern. Zudem ist der winterliche Baker Street Chronicle erschienen und mit ihm ein neuer Artikel aus meiner Feder. Dieser befasst sich mit den Ähnlichkeiten zweier ganz großer fiktionaler Universen, mit der von Sherlock Holmes und  Star Trek . Beides ist keineswegs trivial und folgt jeweils ganz bestimmten logischen und moralischen Kompassen.  Wer den "The Baker Street Chronicle" als Ganzes erwerben möchte folge bitte diesen Link: TBSC IV 2020 “ Sherlock Data Holmes ” Kurzes Schlaglicht auf die Parallelen zwischen Sherlock Holmes und Star Trek Was interessiert mich das Publikum, das große unachtsame Publikum? Mit diesem holmes'schen Zitat ist es recht gut getroffen. Logik ist rar geworden in unserer Welt. Die Kunst der Deduktion – die zuerst beobachtet, bevor sie kombiniert und sich zuletzt eine Schlussfolgerung erlaubt – ist zu einer Randspor

HOLMES sagt: Der Hüter der Demokratie (I)

Vor einigen Wochen erschien die Frühjahrsausgabe des Baker Street Chronicle. Meine neue Serie von viktorianischen Kolumnen aus dem Munde des großen Meisters der Deduktion findet dort ihren Anfang. Hier möchte ich versuchen, aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen im sherlockianischen Gewand zu beleuchten. Wir leben ganz offenbar in einer Zeit großer zwischenmenschlicher Zerwürfnisse. Populismus greift ebenso um sich, wie die Unfähigkeit der Menschen den Konsens zu suchen. Ein jeder voreilige gedankliche oder emotionale Erguss wird der nüchternen Analyse nur allzu oft vorgezogen. Wer kann noch helfen? Vielleicht der Meister dieser nüchternen und sachlichen Schlussfolgerungen, Mister Sherlock Holmes. Die Probleme von heute sind keineswegs gänzlich neu, sie entstehen nur immer wieder aufs neue, da der Mensch offenbar kaum im Stande ist die richtigen Schlüsse aus den Fehlern der Vergangenheit zu ziehen. Es ist so und wir wissen es alle: "Es gibt nichts Neues unter der Sonne".

Vom Zeitgeist - Ein polemischer Essay

Im Jahrbuch von "Orietur Occidens" erschien vor kurzem mein Essay über die bedrohliche Lage der Weltgesellschaft.  Ewald & Ewald 2020 Vom Zeitgeist Ein polemischer Essay Geistreiche Menschen haben es im modernen zwischenmenschlichen Alltagserleben immer öfter mit fordernden und kräfteraubenden Begegnungen zu tun. Die simplen und für die persönliche Lebenssituation angepaßten Lösungen werden – teils getragen von wilden, ungezügelten Emotionen – von immer mehr Mitmenschen nur allzu oft der komplexen und nüchternen Analysen vorgezogen. Und dann auch schnell im belfernden Falsett verbreitet. Dem gegensätzlichen, ganzheitlicheren Blickwinkel antwortet von Zeit zu Zeit Ablehnung, manchmal gar blinde Wut. Der Respekt, welchen man diesen Menschen trotz ihrer kruden und durchaus menschenverachtenden Ansichten dennoch entgegenbringt, wird oftmals geflissentlich übersehen. Perverser ist nur, daß diese Menschen meinen, Meinungsfreiheit gelte nur für jene, welche ihre Meinung t

Elementary, my dear Joan

Im "Baker Street Chronicle" vom Frühjahr 2020 erschien mein nun folgender Artikel über die US-Fernsehserie "Elementary".  Die gesamte bebilderte Zeitschrift ist unter  BSC I 2020  zu bestellen. Elementary, my dear Joan Charakterschau und Handlungsskizze der CBS Serie Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Wenn man die Sherlockianer so beispielsweise über ihre Watson- Favoriten aus Film und Fernsehen ausfragt, bekommt man die unterschiedlichsten Antworten. Mein Lieblings-Watson ist Edward Hardwicke, der ab der dritten Staffel in Granadas wunderbarer Serie über den britischen Meisterdetektiv den Arzt und Chronisten an der Seite Jeremy Bretts verkörperte. Will man von mir wissen, welcher Watson mir optisch der Liebste ist, bleibe ich seit sieben Jahren stoisch: Lucy Liu! Der eine – oder zumeist die andere – mögen hier vielleicht noch mit Jude Law aufwarten, was meine Ansicht jedoch nicht zu ändern vermag. Beinahe ebenso schwierig scheint